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Name: Oldendorfer Mühle Bauart: Wassermühle Baujahr/Ersterwähnung: 1511 Standort: Oldendorf / Luhe Adresse: Mühlenweg 1, 21385 Oldendorf Landkreis: Lüneburg Bundesland: Niedersachsen Kontaktperson für Besichtigung: Andreas Engel 0 41 32 / 3 42 GPS-Daten: 53,15203° N 10,21822° O
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Wie eine Wasserburg steht die Oldendorfer Mühle im Luhetal. Immerhin war sie im 30-jährigen Krieg zeitweise Hauptquartier des Feldherrn Tilly. Zu dieser Zeit war die seit 1511 bezeugte Mühle eine Korn-, Bake- und Walkmühle und gehörte der Kirche in Amelinghausen. 1860 wurde der Betrieb dann um ein Sägewerk erweitert und erhielt 1919 seine erste Turbine. Ihre 1936 errichteten, mehrgeschossigen Backsteinbauten beherbergen heute eine der letzten aktiven Wassermühlen der Lüneburger Heide. Die Mutter des heutigen Besitzers, Else Engel, war eine der ersten weiblichen Müllergesellen. Ihr Sohn baute die Mühle zu einem modernen, vollautomatisierten Betrieb aus, der auf die Erzeugung von Vollkorn- und Spezialprodukten spezialisiert wurde. Daneben wird hier ein uraltes Nebengewerbe der Müllerei betrieben: die Schweinemast. Die Oldendorfer Mühle gehört einer Erzeugergemeinschaft an, die Fleisch aus möglichst artgerechter Tierhaltung vermarktet. Noch heute erzeugen zwei Turbinen etwa ein Drittel des gesamten Energiebedarfes der Mühle.
Bild oben:
Blick über die Wehranlage zum Mühlengebäude
Bild Mitte:
Leitungslabyrinth auf dem Mahlboden
Bild unten:
Fotoauslese zur Selektierung des giftigen Mutterkorns
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