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Zum Kloster Ringelheim gehörte seit alter Zeit eine Wassermühle, deren jetziger Bau im Jahre 1699 durch den Abt Könich neu entstand. Die Mühle diente als Getreidemühle und Sägewerk. Nach der Säkulisierung kam die Mühle 1803 in den Besitz der Grafen von der Decken. Unter Baron Walter von der Decken wurde die Mühle 1898 zu einem Elektrizitätswerk umgebaut, nach dem bereits 1886 ein kleiner Generator die Mühlenräume mit Lichtstrom versorgt hatte. Die Mühle erhielt nun eine Turbine mit 60 PS Leistung von der Mühlenbauanstalt Gebr. Propfe in Hildesheim. Die Anlage versorgte Ringelheim und umliegende Dörfer mit Strom. Bereits vor 1900 hielt man eine Dampflokomobile als Unterstützung vor und 1903 ließ der Baron ein Dampfkraftwerk neben der Mühle bauen. Zusammen mit dem Bankhaus Spiegelberg in Hildesheim gründete von der Decken dann 1908 das „Elektrizitätswerk Ringelheim GmbH“, verkaufte seine Anteile jedoch 2 Jahre später an die Firma Bergmann AG in Berlin. 1913 übernahm die Überland-Zentrale Helmstedt AG das Werk und ließ nach dem Bau eines neuen Dampfkraftwerks die Stromerzeugung mit Wasserkraft einstellen. Das restaurierte Mühlengebäude blieb erhalten und dient heute Wohnzwecken.
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