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Name: Klaasshensche Mühle Bauart: Windmühle Baujahr/Ersterwähnung: 1907 Standort: Schweindorf Adresse: Mühlenweg 1 26556 Schweindorf Landkreis: Wittmund Bundesland: Niedersachsen Kontaktperson für Besichtigungen: Familie Kathmann 04975/654 GPS-Daten: N 53.60860 O 7.48294°
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1874 erbaute der Müller Tönjes Eckhoff als erste Mühle in Schweindorf eine Hockwindmühle, einen einstöckigen Galerieholländer mit Galerie, Steert, Segelgatterflügeln. Der Achtkant und die Kappe waren mit Reet verkleidet. Sie verfügte über einen Pelde-, einen Weizen- und einen Brechgang sowie über einen Sackaufzug. 1906 brannte die Mühle ab. Ursache war ein Heißlaufen des Getriebes. Der letzte Pächter verließ die Mühle, da zunächst nicht an den Wiederaufbau gedacht war, und baute 1907 eine eigene Mühle etwas weiter südwestlich von Schweindorf. Lehrer Johann Klaashen, dem der Galerieholländer seit 1901 gehörte, ließ die jetzt noch vorhandene Mühle ebenfalls im Jahr 1907 errichten. Sie war etwas größer als die abgebrannte Mühle, hatte aber nur einen Schrotgang. 1932 entstand ein geringer Schaden am Mauerwerk und an einer Flügelspitze durch Blitzschlag. Johann Klaashen verkaufte die Mühle 1949 an Dietrich Klaashen und dessen Schwester. 1961 waren Flügel, Kappe und Galerie so baufällig, dass sie demontiert werden mussten. Der Mahlgang wurde dann mit einem E-Motor angetrieben. Der letzte Müller war Heino Klaashen; er legte die Windmühle 1965 endgültig still. In den Folgejahren pachtete die Raiffeisengenossenchaft das Mühlenanwesen; Mühle und Müllerhaus nutzte sie als Lager für einen Land- und Kohlenhandel. Gemahlen wurde mit einer Hammermühle. Der Landhandel stellte 1989 den Betrieb ein; die Mühle verfiel. 1992 kauften die Gebrüder Gundolf und Torsten Scheweling gemeinsam mit Frau Gisela Becker den Mühlentorso, der Mühlenverein Schweindorf wurde gegründet und die Restaurierung begann. Sie wurde 1998 mit dem Aufsetzen der neuen Mühlenkappe und dem Anbau des Steerts abgeschlossen. Mühlentechnik funktionsfähig, Innenbesichtigung: 04975/654.
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