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Name: Fluttermühle Grotegaste Bauart: Wasserschöpfmühle Baujahr/Ersterwähnung: 2000 Standort: Westoverlendingen Adresse: Nordwallschloot 4 26810 Westoverlendingen Landkreis: Leer Bundesland: Niedersachsen GPS-Daten: N 53.17073° O 7.42511°
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Fluttermühlen dienten bis ins 20. Jahrhundert zur Entwässerung von Feuchtgebieten, vor allem von Weideland. Der Name kommt vom friesischen Wort ‚fletta’, was ‚bewegen’ bedeutet. Die kleinen Windmühlen wurden zuerst im 16. Jahrhundert in den Niederlanden konstruiert, wo sie beim Einpoldern benutzt wurden und heute noch anzutreffen sind. Das Flügelkreuz mit den Segelgatterflügeln sitzt am oberen Ende einer archimedischen Schraube, deren unteres Ende in den Wassergraben reicht. Die Schnecke „mahlt“ das Wasser nach oben und außen in einen höher gelegenen Abzugsgraben. Bei jeder Umdrehung hebt sie zehn Liter Wasser zwei Meter empor. Die Mühle wird von Hand in den Wind gedreht. Die Fluttermühle Grotegast ist ein Nachbau, den der Mühlenbauer Richard Kluin aus Ihrhove im Jahr 2000 erstellt hat. Der Bau der archimedischen Schraube erfordert großes handwerkliches Können, da eine Vielzahl kleiner Holzsegmente schneckenförmig auf der Welle anzubringen sind.
Neuerdings finden Flutter wieder Verwendung, um Moore und andere Biotope wieder zu renaturieren. Die Fluttermühle Grotegast ist voll funktionsfähig.
Museumsmühle; Besichtigung möglich.
Bild oben: Fluttermühle Grotegaste
Bild Mitte: Infotafel der " Straße der Wasserbauwerke"
Bild unten: Prinzipskizze einer Fluttermühle
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