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Name: Wassermühle Lünzen Bauart: Wassermühle Baujahr/Ersterwähnung: 1587 Standort: Lünzen Adresse: Lünzmühlen 4 29640 Schneverdingen Landkreis: Soltau-Fallingbostel Bundesland: Niedersachsen Kontaktperson für Besichtigung: Peter Klemm 05193-50993
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Die erste urkundliche Nachricht über die Lünzmühle an der Veerse findet sich 1587 im Rotenburger Geldregister; wahrscheinlich ist die Mühle aber viel älter. Als erster namentlich bekannter Müller wird zu Beginn des 17. Jhs. Hinrich Witte genannt. Er zahlte elf Reichstaler und 21 Schillinge als jährlichen Mühlenzins. Seine Nachkommen betrieben die Mühle 150 Jahre, bis 1746 die Müllerwitwe Joachim Johann Heino, einen Sohn des Schweriner Bürgermeisters, heiratete. Die Erlöse aus der Mühle waren so hoch, dass die Familie der Kirche eine Orgel stiften konnte. Heinos Sohn errichtete 1785 in Steinfachwerk und mit Ziegeldach eine neue Mühle. 1803 brannten Wohnhaus und Wirtschaftsgebäude völlig ab; der Müller war jedoch so wohlhabend, dass er den Wiederaufbau aus eigenen Mitteln bestreiten konnte. 1856 richtete Familie Heino eine Ölmühle ein; sie arbeitete bis 1905. Seit etwa 1850 entwickelte sich die zur Mühle gehörende Landwirtschaft so günstig, dass schließlich 250 Hektar zum Betrieb gehörten. Ab 1887 begann Georg Friedrich Heino einen Fell- und Fleischversand und modernisierte die Mühle in großem Stil. Bis 1914 wurden ein Sägewerk, elektrische Stromerzeugung, ein Generator eingebaut, der Stau erneuert und das Mühlengebäude aufgestockt. Im Ort hatten sich Schweinemästereien angesiedelt, die große Mengen Futtermittel brauchten. 1979 stellte Müller Wilhelm Klipp, der letzte Pächter, das Mahlen ein. Die Mühlentechnik ist mit einem seit Kurzem funktionierenden Wasserrad komplett erhalten.
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