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Name: Gutswassermühle Böhme Bauart: Wassermühle Baujahr/Ersterwähnung: um 1700 Standort: Böhme Adresse: Am Rittergut 29693 Böhme Landkreis: Soltau-Fallingbostel Bundesland: Niedersachsen Kontakt für Besichtigung: Tel.05166-323
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Zwei Kilometer vor der Mündung der Böhme in die Aller wird der Fluss beim Gut Böhme durch ein Mühlenwehr gestaut. Alter und Geschichte der Mühle sind kaum erforscht. Sie soll urkundlich erstmals im 17. Jahrhundert erwähnt, dürfte aber wesentlich früher gebaut worden sein, da der Gutsplatz in Böhme, zu dem sie gehört, sehr alt ist. In der Nähe der heutigen Anlage soll eine Wasserburg gestanden haben. Die Gutsmühle deckte den Eigenbedarf des Hofes und mahlte für die Bauern der Umgebung. Im 18. Jahrhundert wurde sie durch einen Müller des Gutes betrieben; teilweise waren die Bauern als Zwangsmahlgäste an die Mühle gebunden. 1780/90 gab es einen Mahl-, einen Öl- und einen Walkgang. 1882 wurde eine durch Wasserkraft angetriebene Sägemühle eingerichtet; Öl- und Walkmühle waren offenbar vorher eingestellt worden. Um 1900 setzte die Gutsbesitzerfamilie eine Turbine ein. 1966 wurde die Sägemühle, 1972 auch die Kornmühle eingestellt. Gutsbesitzer Freiherr von Hodenberg erzeugt mit der Mühle seither Strom für den Bedarf des Hofes; der Überschuss wird in das öffentliche Leitungsnetz eingespeist. Vier Kubikmeter Wasser fallen in der Sekunde durch die Turbinen, womit der Bedarf des großen landwirtschaftlichen Betriebes mehr als gedeckt ist. 70 Prozent des Stroms können daher verkauft werden.
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