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Name: Waldmühle Soltau Bauart: Wassermühle Baujahr/Ersterwähnung: 1384 Standort: Soltau Adresse: Mühlenweg 4 29614 Soltaut Landkreis: Soltau-Fallingbostel Bundesland: Niedersachsen Kontakt für Besichtigung: 05191 / 5005
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Die an der Böhme gelegene Waldmühle ist sehr wahrscheinlich urkundlich bereits 936 erwähnt, denn damals schenkte Otto I. das damalige Soltau, die curtis salta, dem Stift Quedlinburg „mit Gewässern, Wasserläufen und Mühlen“. Im Jahre 1321 kam die Korn- und Walkmühle an das Domkapitel Verden, später an die Herren von der Wense in Wense bei Dorfmark, die sie über Jahrhunderte verpachteten, niemals jedoch auf Erbzins. Obwohl die Waldmühle direkt vor der Stadt lag, war sie von den Privilegien Soltaus ausgeschlossen. Daher durfte der Müller kein Korn kaufen, um es gemahlen weiterzuverkaufen. Dieses Recht stand ausschließlich der Stadt zu, was die Müller allerdings nicht hinderte, sich über das Verbot hinweg zu setzen. Die Walkmühle bearbeitete die Stoffe der zeitweise in Soltau bedeutenden Tuchproduktion. 1801 erhielt der Müllermeister Albrecht Müller das Recht, die Mühle an seine Erben weiterzugeben. Hierfür zahlte er an die Familie von der Wense jährlich 200 Reichstaler. Am Ende des 19. Jahrhunderts ergänzte eine Turbine das Wasserrad. G.W. Dransfeld, der in Soltau auch eine Dampfmühle betrieb, baute die Scheune der Waldmühle zum Wohnhaus um. Von 1959 bis 1973 war Müllermeister Hans Meyer Eigentümer, dann verkaufte er an die Stadt. Stadt und Landkreis begannen 1977, das altehrwürdige Gebäude zur Stadt- und Kreisbibliothek umzubauen. Über dem Mühlrad befindet sich eine kleine Wohnung, in der Schriftsteller auf Einladung der Stadt Urlaub machen können. Zu Gast waren u.a. Lew Kopelew und Stefan Heym.
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