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Name: Wassermühle Munster Bauart: Wassermühle Baujahr/Ersterwähnung: um 1700 Standort: Munster Adresse: Lüneburger Str. 7 29633 Munster Landkreis: Soltau-Fallingbostel Bundesland: Niedersachsen Kontakt für Besichtigung: 05192- 89980
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Die Mühle liegt im Örtzetal mitten in Munster. Sie wurde vermutlich Anfang des 17. Jahrhunderts mit einem unterschlächtigen Mühlrad mit Kropfgerinne und einem Mahlgang errichtet. Die Nachkommen des ersten Müllers Hans Poitzmann betrieben sie erfolgreich bis 1784. Geschickt umgingen sie den Mahlzwang oder unterboten die Mette, den obrigkeitlich festgelegten Mahlzins. Peter Gerdau, Schwiegersohn des letzten Poitzmann, gab den Betrieb an seinen Sohn weiter, der 1820 einen Schrotgang, außerdem eine Ölmühle und ein zweites Wasserrad einbaute. Überschuldung zwang 1847 zum Verkauf. Der übernächste Eigentümer war Johann F. Maack aus Luhmühlen. 1860 kamen Öl- und Mahlmühle in den Besitz von Johann H. W. Holdmann aus Breloh. Da er den Mühlenteich zu hoch anstaute, verdarben die Wiesen an der Örtze, was ihm viel Ärger einbrachte. Nach seinem Tod wurde die Mühle verpachtet. 1919 starb Müller Drewes im Räderwerk, als seine Jacke von den Zahnrädern des Getriebes erfasst wurde. Zwischen den Weltkriegen wurde noch investiert; nach 1945 verschlammte die Örtze durch das Abwasser des Truppenübungsplatzes so sehr, dass sie das nun eiserne Wasserrad nicht mehr antreiben konnte. 1949 wurde der Wasserstau aufgegeben und Müller Haase setzte den Betrieb mit einer elektrischen Schrotmühle fort. 1968 wurde der Mühlenteich vom Schlamm gereinigt. Der Plan, die Mühle mit einer Turbine wieder in Betrieb zu nehmen, scheiterte an den immer noch zu geringen Abflusswerten der Örtze. Anfang der 70er Jahre erwarb die Stadt die Mühle. Nach der Renovierung 1987 wird der wieder betriebsfähige Mahlgang bei Mahl- und Backtagen eingesetzt. Schrotgang und 6-Kant-Sichtkasten können besichtigt werden. Es besteht ein wasserrechtlich genehmigtes Staurecht an der Örtze.
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