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Name: Industriemuseum Unterer Eisenhammer Bauart: Wassermühle Baujahr/Ersterwähnung: 1710 Standort: Exten Straße: Am Eisenhammer 12 PLZ, Ort: 31737 Rinteln Landkreis: Schaumburg Bundesland: Niedersachsen Kontaktperson für Besichtigung: Verein für Heimatplege u. Kultur e.V. Herr Vöge 05751-2401 Homepage: www.heimatverein-exten.de
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Die Anlage ist ein einzigartiges technisches Denkmal der frühen Industrialisierung im Schaumburger Land; seit 2006 steht sie unter Denkmalschutz. Um 1750 entstanden in Exten außerhalb des Dorfes an künstlichen Nebenarmen der Exter 4 Eisenhämmer. Angelegt und gefördert wurden sie durch die hessische Landesherrschaft, die mit den „Eisenfabriquen“ in einem wirtschaftlich schwachen Gebiet Wohlstand schaffen wollte. Mit der alten Kunst des Schmiedens wurden Schaufeln, Spaten, Beile, Hacken und andere Geräte hergestellt. Die Wasserkraft der Exter lieferte über Wasserräder Antriebsenergie für Fallhammer, Pressen, Schleifsteine. Das Hammergebäude von 1900 ist unverändert erhalten. Die Wasserräder liefen rechts neben dem Gebäude. Das letzte Wasserrad wurde 1952 entfernt, der Schacht ist zugebaut. Im Innern befinden sich museale Maschinen des 19. und frühen 20. Jhts., die originalen Arbeitsplätze und Arbeitsgeräte sind anschauliche Zeugnisse des vergangenen Schmiedehandwerks.1903 entstand in einem Anbau ein Elektrizitätswerk, das Exten bis zum Anschluß an das Überlandnetz 1939 mit Strom versorgte. Mit einer Durchström-Turbine wird heute noch die Wasserkraft zur Stromerzeugung genutzt. Der Untere Eisenhammer ist seit über 250 Jahren ununterbrochen im Besitz der Familie Kretzer. Im Jahre 2003 löschte der letzte Schmied Sieghard Kretzer das Schmiedefeuer im bis dahin gewerblich geführten Betrieb. 2005 hat der „Verein für Heimatpflege und Kultur e. V. Exten“ Gebäude und Inventar gepachtet, um das Industriedenkmal als Museum zu erhalten. In Exten befinden sich weitere Objekte zur „Wasserkraft Exter“.
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