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Name: Wassermühle Scheeßel Bauart: Wassermühle Baujahr/Ersterwähnung: 1507 Standort: Scheeßel Straße: Mühlenstraße 43 PLZ, Ort: 27383, Scheeßel Landkreis: Rotenburg/Wümme Bundesland: Niedersachsen Kontaktperson für Besichtigung: Herr Müller-Scheeßel 0 42 63 / 30 05 95
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In einer sagenhaften Überlieferung taucht die Scheeßeler Wassermühle erstmals auf: Ein „böser Müller“, der mit dem Pastor der nahe der Mühle gelegenen St.Lukas-Kirche im Streit lag, wollte diesem Schaden zufügen und schloss das Mühlenwehr, um mit dem Stauwasser die Kirche zu überschwemmen. Sein frevelhaftes Tun wurde hart bestraft - der Mühlendamm brach und das tosende Wasser schwemmte seine Mühle fort. 1507 soll die Mühle nach alten Berichten an ihrem heutigen Standort an der Wümme wieder aufgebaut worden sein. Während des 30- jährigen Krieges wurde die Mühle durch kaiserliche Truppen erneut zerstört. Müller und Mahlgäste waren gezwungen, die Mühle auf eigene Kosten wieder aufzubauen. Die damalige Mühle besaß zwei Wasserräder und zwei Mahlgänge. Sie wurde 1829 durch einen dritten Neubau ersetzt, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stark vergrößert wurde. Auf dem gegenüberliegenden Flussufer ließ der Müller 1834 eine Öl- und Lohmühle errichten, welche 1891 ebenfalls zu einer Kornmühle umgebaut wurde. Die Mühle hatte auch noch eine Sägerei, die allerdings 1971 abgebrochen wurde. Beide Mühlen erhielten bereits in den Jahren 1884 bzw. 1891 an Stelle der Wasserräder Francis-Turbinen. Die Scheeßeler Mühle ist somit eine der ältesten Turbinenmühlen im norddeutschen Raum. Im Jahr 1929 wurde der Mühlenbetrieb auf die Herstellung von Mischfutter und Backschrot umgerüstet. Die Mühle stellte 1999 ihren Betrieb ein. Seit 2003 leitet der Förderverein „Scheeßeler Mühle“ die Geschicke der Mühle. Er hat es sich zum Ziel gesetzt, die Mühle als ein Mühlenmuseum zu betreiben. Kern der Anlage ist eine 4-Passagen-Roggen-Feinmehlmühle aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts.
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