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Der Galerieholländer steht außerhalb Neustadtgödens auf dem vormals zur Herrlichkeit Gödens gehörenden Distrikt Overahm. Beides fiel 1744 an Preußen, das mit dem sog. Mahledikt von 1754 die freie Mühlenfahrt in die Herrlichkeiten und die Stadt Emden bei Strafe verbot, damit die Mühlenabgaben nicht mehr an die jeweiligen Herrlichkeiten, sondern an Preußen fielen. Der Besitzer der Herrlichkeit Gödens umging das Verbot, indem er 1764 dem Kaufmann Wienrancke die Genehmigung erteilte, auf jeverländischem Gebiet eine Mahl- und Peldemühle zu errichten. Der zweistöckige Galerieholländer hatte zwei Mahlgänge und einen Peldegang. Von 1831 bis 1874 saß die Müllerfamilie Rösing auf der Mühle, die dann an die Grafen von Wedel-Gödens fiel. Von 1878 bis 1925 war der Müller Johannes Heeren Pächter. Er ließ 1893 die Drehhaspel und den Steert, mittels derer die Flügel in den Wind gedreht wurden, durch eine Windrose mit Kegelradgetriebe ersetzen, das die Flügel automatisch der jeweiligen Windrichtung anpasste. Zudem ergänzte er den Betrieb um eine Bäckerei. Heerens Neffe, Müllermeister Martin Eilers, führte den Betrieb dann bis 1966 fort. 1978 wurden die stark baufällige Mühle und das dazugehörige Wohnhaus von der Familie Pankow/Albers übernommen. Sie restaurierte das Mühlenanwesen 1984/85 mit überwiegend öffentlichen Mitteln sowie Sach- und Geldspenden. Infolge eines Sturmschadens im Jahr 1999 lag die Mühle mehrere Jahre still, bis sie 2004/2005 erneut in Stand gesetzt werden konnte. Dabei wurden Teile der tragenden Konstruktion ausgebessert und die bis dahin einfache Windrose durch eine doppelte ersetzt. Museumsmühle, funktionsfähig, Innenbesichtigung: 0422/9588-29
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