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Name:
Wedelfelder Wasserschöpfmühle
Bauart:
Windmühle
Baujahr/Ersterwähnung:
1865
Standort:
Sande
Adresse:
Timpweg 2
26452 Sande-Neustadtgödens
Landkreis:
Friesland
Bundesland:
Niedersachsen
Kontaktperson
für Besichtigungen:
04422 / 750
GPS-Daten:
N 53.47461°
O 7.90830

Wedelfelder Wasserschöpfmühle

1844 ließ der Obristlieutnant Graf von Wedel zur Entwässerung des „Schwarzen Bracks“, das teilweise unter dem Meeresspiegel lag, einen eingeschossigen Erdholländer weithin sichtbar auf dem Deich errichten. Er war mit vier Segelflügeln bestückt und wurde mit dem Steert in den Wind gekroit. Der Entwässerungsmüller R. Kupker ließ über der Tür die Inschrift „Hotel zum kalten Frosch“ anbringen. 1929 wurden die Segelgatterflügel durch sog. Bilausche Ventikanten (Windkanten) ersetzt. Der Flugzeugkonstrukeur Kurt Bilau hatte mit diesen Leichtmetallflügeln nach dem Vorbild von Flugzeugtragflächen eine der letzten großen Neuerungen in die Mühlentechnik eingeführt. Als in den 1940er Jahren in der Mühlenkappe durch Heißlaufen ein Brand ausbrach, wurden die Ventikanten gegen Jalousieflügel ausgetauscht. Nach dem Bau eines elektrischen Schöpfwerks in Petershörn stellte die Mühle ihren Betrieb ein, womit der allmähliche Verfall begann. 1980 pachtete sie der Heimatverein Gödens-Sande von der Familie von Wedel, in deren Eigentum sie immer noch steht, um sie am alten Standort zu restaurieren. Mühlenkappe und Flügelkreuz, Steert und die zwei archimedischen Schrauben (Schneckenpumpen) wurden von der holländischen Mühlenbaufirma Molema überholt bzw. erneuert. Die Mühle ist heute die einzige noch erhaltene, voll funktionsfähige Wasserschöpfmühle im Landkreis Friesland. Die von der Mühle abgedeckte Entwässerungsfläche umfasst 400 ha. Bei ausreichend starkem Wind kann die Entwässerung demonstriert werden.
Museumsmühle, Innenbesichtigung 04422/750    

Wedelfelder Wasserschöpfmühle

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