Home     zur Straße     Termine     Aktuelles     Kontakt     Links     Impressum     Dt. Mühlentag LK Osnabrück     Dt. Mühlentag Emsland     Dt. Mühlentag LK Grafschaft Bentheim     Dt. Mühlentag Hannover     Dt. Mühlentag in Hildesheim    
 
zur Straße > Landkreis Leer > 68 Windmühle Warsingsfehn

Name:
Mühle Bohlen
Bauart:
Windmühle
Baujahr/Ersterwähnung:
1804
Standort:
Warsingsfehn
Landkreis:
Leer
Bundesland:
Niedersachsen
Kontaktperson
für Besichtigungen:
Friedrich Bohlen
04954/4372
GPS-Daten:
N 53.30303°
O 7.43005°

Windmühle Warsingsfehn

1811/12 erbaute Berend Jürgens Bohlen an diesem Standort einen zweistöckigen Galerieholländer als Getreidemühle mit Reetverkleidung des Achtkants, Steert und vier Segelgatterflügeln. Nachdem sie 1883 sie durch Erbteilung an Jürgen Behrends Bohlen gekommen war, brannte sie 1885 durch einen Blitzschlag bis auf den steinernen Unterbau ab. Vom Mühlenbauer Jürgen Mönck aus Großefehn 1886/87 wurde sie mit einem Weizen-, einen Schrot-, zwei Peldegänge zur Herstellung von Graupen und einen Brechgang wieder aufgebaut. 1911 erhielt sie eine Windrose. An Müllereimaschinen waren u.a. zwei Walzenstühle und eine Beutelkiste (mechanische Siebvorrichtung) vorhanden. Der Walzenstuhl übernahm die erste Vermahlung des Getreides, wobei die Körner auseinander gerissen wurden. 1911 ließ der neue Mühlenbesitzer Frerich Bohlen den Steert gegen eine Windrose austauschen, vermutlich auch die Segelgatterflügel gegen Jalousieflügel. Von 1928 bis 1962 übernahmen die Söhne Jürgen und Konrad die Mühle ihres Vaters als Pächter. Nach dem Tod des Vaters wurde Jürgen Bohlen Alleineigentümer. 1967 wurde das Flügelwerk abgenommen und der Betrieb mit einem E-Motor weitergeführt. Die Galerie war nicht mehr nötig und wurde 1971 abgebrochen. 1978 gab Jürgen Bohlen die Mühle seinem Sohn Frerich in Pacht, 1994 wurde Frerich B. Eigentümer. 1988 gründete sich der Mühlenverein Warsingsfehn, um gemeinsam mit Familie Bohlen die Mühle zu renovieren und zu erhalten. 1991 wurde eine Scheibenmühle für Backschrot installiert, 1994 eine neue Mühlenkappe aufgesetzt, 1996 wieder eine Galerie angebaut. An Müllerleimaschinen sind u.a. Walzenstühle und eine Hammermühle vorhanden.

Kultur- und Begegnungsstätte, Landhandel, Innenbesichtigung: 04954/4372

[Seite drucken]
Webproduktion SIMAJA