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zur Straße > Landkreis Soltau-Fallingborstel > 92 Wassermühle Westenholzer Mühle

Name:
Westenholzer Mühle
Bauart:

Wassermühle
Baujahr/Ersterwähnung:
um 1500
Standort:
Walsrode / Westenholz
Adresse:

Westenholz
29664 Walsrode
Landkreis:
Soltau-Fallingbostel
Bundesland:
Niedersachsen
Kontakt für Besichtigung:
05167 - 211

Wassermühle Westenholz

Die Wassermühle ist 1475 mit dem Müller Hennecke Stöckmann erstmalig urkundlich erwähnt. 1770 wird die Mühle als Erbmahlmühle Stöckmann bezeichnet. Sie war immer verpachtet. Die Stöckmanns waren Eigentümer bis 1853, ab 1900 der Bauer Clasen in Eilte. Pächter ab etwa 1840 bis heute ist die Familie Pralle. Die Müller lebten in dem alten Fachwerkhaus, das heute noch neben der funktionstüchtigen Anlage steht. Ursprünglich verfügte die Mühle über einen Mehl- und einen Schrotgang sowie über zwei oberschlächtige Wasserräder, die ihren Antrieb aus dem Mühlenteich hinter dem Gebäude erhielten. Dieser Teich speiste sich aus den Quellen des nahe gelegenen Waldes, aus denen in 24 Stunden 10 000 Kubikmeter Wasser flossen. Nach Aufziehen des Schotts wurde eine Kraft von sechs PS erzielt. In 18 Stunden Mahlbetrieb konnten sechs Zentner Schrot und drei Zentner Backmehl gemahlen werden. Aus 13 Dörfern der Umgebung kamen die Bauern zum Mahlen. 1815 wurde die Mühle gründlich überholt, die Wand zwischen Mühlrad und Mühle erneuert und der Mühlenteich erweitert. Alle Bauern, die mahlen ließen, schafften hierfür mit Pferd und Wagen Sandsteinquader aus Barsinghausen am Deister heran. Noch 1960 wurde das hölzerne Wasserrad durch ein Eisenrad ersetzt; gemahlen wurde auf einem französischen Naturstein. 1964 bis 1971 ruhte der Betrieb. 1975 wurde die Mühle unter Denkmalschutz gestellt. Als die Idee aufkam, jährlich einen Mahl- und Backtag auf dem Mühlenhof zu veranstalten, nahm der alte Müller Pralle die Mahlsteine wieder in Betrieb. 1987/88 erhielt die Mühle ein neues Wasserrad mit 32 Kammern. Da Hermann Löns, der in der Nähe eine kleine Jagdhütte unterhielt und der Mühle wie dem Mühlenholz ein literarisches Denkmal gesetzt hatte, wurde sie in Hermann-Löns-Mühle umbenannt.

 

 

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