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zur Straße > Landkreis Soltau-Fallingborstel > 90 Wassermühle Cordingen, Benefeld

Name:
Wassermühle Cordingen
Bauart:

Wassermühle
Baujahr/Ersterwähnung:
1410
Standort:
Benefeld
Adresse:

Am Mühlenhof
29699 Bomlitz
Landkreis:
Soltau-Fallingbostel
Bundesland:
Niedersachsen
Kontakt für Besichtigung:
Tel. 05161 / 941217

Wassermühle Cordingen in Benefeld

1408 verkaufte Johann von der Fulde eine Mühle in Benefeld an das Kloster Walsrode auf Wiederkauf. Vermutlich handelte es sich um die Cordinger Mühle an der Warnau. Der Wiederkauf muss stattgefunden haben, denn 1410 wurde die Mühle wiederum, diesmal von den Gebrüdern Torney, an das Kloster verkauft. Danach bleibt sie Jahrhunderte in der Grundherrschaft des Klosters. 1661 wurde erstmals ein Müller erwähnt (Hans Scheelen); 1667 erschien der Name Johann Fuhrhoop. Die Mühle hatte zu dieser Zeit einen Getreidemahlgang. Mit seiner ausgedehnten Landwirtschaft war das Gesamtgrundstück im Laufe der Zeit zum Vollhof geworden. 1810 errichtete H.F. Fuhrhoop einen Neubau der Mühle. 1833 kaufte Johann Georg Heino die Mühle und installierte einen Ölmahlgang. Zwanzig Jahre später hieß es, dieser werde nunmehr als Graupengang verwendet. 1866 wird eine Pulvermühle erwähnt, die an die Firma Wolff verpachtet war. Bei einer Explosion im Jahr 1888 fanden zwei Arbeiter den Tod. Ab 1914 war die Familie Kannengießer aus Bremen Eigentümerin. Kannengießer renovierte 1918 und ersetzte 1930 das Wasserrad durch eine Turbine. 1938 wurde er enteignet, da Gebäude und Land von der reichseigenen ‚Montan-Union’ für eine gewaltige Pulverfabrik (‚EIBIA’) beansprucht wurden. Die Mühle arbeitete nach dem Krieg noch bis in die 50er Jahre. 1982 gelang es der Gemeinde Bomlitz, das gesamte Grundstück zu erwerben. Fachleute sicherten die historische Bausubstanz; die Stauanlage, der Teich, Mühle und Müllerwohnhaus wurden restauriert und das Backhaus neu aufgeführt. - Die Cordinger Mühle ist durch Arno Schmidt in die Literatur eingegangen. Von 1946 bis 1950 wohnte er mit seiner Frau in einem Zimmer des ehemaligen Gutshauses, zu dessen Hof auch die Mühle gehörte.

 

 

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